Migration und Integration stellen unsere Gesellschaft vor eine große Herausforderung. Im Hochsauerlandkreis haben wir uns dieser Herausforderung gestellt. Wir sind auf dem richtigen Weg, um Angebote und Strukturen der Integration nachhaltig zu verbessern.
Integration ist nicht nur eine wichtige Aufgabe unserer Gesellschaft, sondern längst zu einem Querschnittsthema der Politik geworden - auch der Kommunalpolitik. So hat der Kreisausschuss des Hochsauerlandkreises im Frühjahr 2008 das Integrationskonzept und den Aktionsplan „Zusammenwachsen im Hochsauerlandkreis“ verabschiedet. Das Integrationskonzept hat damit politische Verbindlichkeit gewonnen. Darüber hinaus ist das Thema Integration ein wichtiger Bestandteil der strategischen Zielsetzung des Hochsauerlandkreises und des Wirtschaftspolitischen Programms, das die Lebensbedingungen für alle Menschen im Hochsauerlandkreis verbessern soll.
Der Hochsauerlandkreis ist mit fast 2000 Quadratkilometern der flächengrößte Kreis in Nordrhein-Westfalen. Von den rund 270.000 Einwohnern in zwölf Städten und Gemeinden sind etwa 16.500 Ausländer. Die Zahl der Menschen mit Zuwanderungsgeschichte ist laut der jüngsten Veröffentlichung des Landesamtes für Statistik mit rund 45.000 fast drei Mal so groß. Anders formuliert: Ausländerinnen und Ausländer stellen nur ein Drittel der Bevölkerung mit Zuwanderungsgeschichte, die übrigen zwei Drittel sind Deutsche.
In den letzten Jahren sind die Zuwandererzahlen, insbesondere was die Aussiedler und Spätaussiedler betrifft, zurück gegangen. Dies bedeutet aber keineswegs, dass die Integrationspolitik an Bedeutung verliert. Bei einer gewaltigen Aufgabe stehen wir noch relativ am Anfang: Das ist – wie es der Migrationsforscher Klaus Bade genannt hat – die „nachholende Integrationspolitik“ für die jenigen Zuwanderer, die schon länger bei uns leben und für die es bislang keine oder nur unzureichende Integrationsangebote gegeben hat.
Unser Ziel ist es, allen Zuwanderern zu besten Chancen zu verhelfen. Deshalb sind tragfähige und nachhaltige Strukturen gefragt, um das Zusammenleben von Menschen unterschiedlichster Herkunft im Hochsauerlandkreis mit zu gestalten. Die Menschen, die hier leben, sollen sich in unserem Kreis heimisch fühlen!
Landrat Dr. Karl Schneider
Das Integrationsbüro des Hochsauerlandkreises möchte allen Zuwanderern zu besten Chancen verhelfen. Zu den wichtigsten Aufgaben zählen die Umsetzung und Weiterentwicklung des Integrationskonzepts, die Steuerung von Projekten, aber auch die Bildung und Pflege eines flächendeckenden Netzwerks. Das Integrationsbüro berät öffentliche wie private Einrichtungen, kirchliche Organisationen und Vereine. Das Büro wird durch den Europäischen Integrations-Fonds gefördert.

Teresa Lahme
Integrationsbeauftragte
Telefon: 0291 / 941391
teresa.lahme(at)
hochsauerlandkreis.de
Als Integrationsbeauftragte stehe ich allen Menschen mit Zuwanderungsgeschichte im Kreishaus Meschede mit Rat und Tat zur Seite. Ich freue mich über Anregungen und Ihr Interesse an aktiver Mitarbeit!