
Beate Albrecht (rechts) und Katja Beil als Nadja und Doris im Theaterstück
„2 x Heimat“
Mehr als 5000 Besucher waren von der Wanderausstellung „Volk auf dem Weg“ beeindruckt, die im Herbst 2008 die Geschichte und Gegenwart der Deutschen aus Russland zeigte. Die Ausstellung, die in zehn Städten und Gemeinden des Hochsauerlandkreises gastierte, wurde mit ihrem pädagogischen Begleitprogramm besonders für Schulklassen konzipiert. Sie wird von der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland präsentiert und vom Bundesministerium des Innern gefördert.
Nach der Statistik des Bundesinnenministeriums haben seit 1950 mehr als 2,5 Millionen Russlanddeutsche als Aussiedler bzw. Spätaussiedler in der Bundesrepublik Deutschland Aufnahme gefunden, viele auch im Hochsauerlandkreis. Die meisten von Ihnen haben sich gut in unsere Gesellschaft eingefügt. Integrations- und Sprachkurse haben ihnen dabei geholfen.
Die reich bebilderte Ausstellung dokumentiert die wechselvolle Geschichte seit der Auswanderung deutscher Siedler nach Osten zu den Zeiten von Zarin Katharina der Großen. Sie veranschaulicht auch die Kultur und das Identitätsverständnis der Russlanddeutschen und wirbt so für ein besseres Verständnis. Den Spätaussiedlern selbst, deren Vorfahren vor rund zwei Jahrhunderten nach Russland aufbrachen, um dort für sich und ihre Familien eine Zukunft zu finden, bietet die Ausstellung eine Grundlage für ihr eigenes Geschichtsverständnis.
Die Landsmannschaft der Deutschen aus Russland e.V. hat die Wanderausstellung sorgfältig zusammengestellt; gefördert wird das Projekt vom Bundesministerium des Innern. Die pädagogische Betreuung durch die beiden Projektleiter Jakob Fischer und Josef Schleicher macht auch Diskussionsrunden, Filmvorführungen und Schulprojekttage möglich. So wirbt die Ausstellung schon in unserer jungen Generation für Aufgeschlossenheit und Hilfsbereitschaft. Viele der Städte und Gemeinden im Hochsauerlandkreis begleiteten die Wanderausstellung mit einem Rahmenprogramm, das von Eröffnungsveranstaltungen über Kabarettabende bis zu einem Spätaussiedlertag reichte.
Information:
Andreas Düppe
Telefon: 0291 / 941343
Mail: andreas.dueppe(at)hochsauerlandkreis.de
Das Integrationsbüro des Hochsauerlandkreises möchte allen Zuwanderern zu besten Chancen verhelfen. Zu den wichtigsten Aufgaben zählen die Umsetzung und Weiterentwicklung des Integrationskonzepts, die Steuerung von Projekten, aber auch die Bildung und Pflege eines flächendeckenden Netzwerks. Das Integrationsbüro berät öffentliche wie private Einrichtungen, kirchliche Organisationen und Vereine. Das Büro wird durch den Europäischen Integrations-Fonds gefördert.

Teresa Lahme
Integrationsbeauftragte
Telefon: 0291 / 941391
teresa.lahme(at)
hochsauerlandkreis.de
Als Integrationsbeauftragte stehe ich allen Menschen mit Zuwanderungsgeschichte im Kreishaus Meschede mit Rat und Tat zur Seite. Ich freue mich über Anregungen und Ihr Interesse an aktiver Mitarbeit!