
Ömer Barikan, gelernter Goldschmied aus der Türkei,
wohnhaft in Marsberg, verheiratet, zwei Kinder, Computertechniker und Goldschmied.
Viele Zugewanderte leisten als Unternehmer oder Fachkräfte mit ihrer Mehrsprachenkompetenz, ihren internationalen Kontakten und ihrer Migrationserfahrung einen wichtigen Beitrag für die Entwicklung des Hochsauerlandkreises. Dieses wichtige Ergebnis brachte das KOMM-IN-Projekt "Migrantenökonomie", mit dem das Integrationsbüro des Hochsauerlandkreises in Zusammenarbeit mit dem Institut für soziale Innovation (Solingen) die Potenziale von Unternehmern und Akademikern mit Zuwanderungsgechichte für die heimische Wirtschaft untersuchte. Vielfalt sollte als Chance erkannt und genutzt werden und den Kreis als internationalen Wirtschaftsstandort stärken. KOMM IN steht für "Innovation in der kommunalen Integrationsarbeit". Die Projektreihe wird vom Land Nordrhein-Westfalen gefördert.
"Durch das Projekt haben wir hoch qualifizierte Migranten kennen gelernt, die mit ihrer starken Persönlichkeit eine eigene Firma betreiben oder in heimischen Unternehmen exponierte Stellungen haben", sagte Ulrike Hohmann vom Hochsauerlandkreis bei der Präsentation der Ergebnisse in der 4. Integrationskonferenz. Positiv überrascht hat auch die große Kooperationsbereitschaft der Migranten, die engagiert am Projekt mitarbeiteten und sich vor allem für die Bildung von Netzwerken einsetzten.
Gerade mittelständische Unternehmen, die in einer globalisierten Welt von einem firmenspezifischen Zugang zu den internationalen Märkten profitieren, können die besonderen Kompetenzen von Zugewanderten für sich nutzen", sagte Hans Wietert-Wehkamp, Leiter des Instituts für soziale Innovation. Durch die Weiterentwicklung des Dienstleistungssektors, der öffentlichen Verwaltungen, Kammern, Verbände und Beratungsdienste gibt es vielfältige Einsatzmöglichkeiten, bei denen alle beteiligten Akteure voneinader profitieren.
Meilensteine des Projekts waren die Analyse der Strukturdaten, Interviews mit Migranten und mehrere Workshops, an denen auch Vertreter von Kammern, Kommunen, Verbänden und der Fachhochschule Meschede teilnahmen. Kernaussagen der Studie: Die Gestaltung einer offensiven, interkulturellen Willkommensstruktur ist eine wesentliche Voraussetzung dafür, dass sich Menschen mit Zuwanderungsgeschichte in der Region wohlfühlen. Wichtig sei auch eine Verbesserung der Transparenz über die vielen, unter Migranten weithin unbekannten Möglichkeiten der Beratung und Unterstützung. Besonders hervorgehoben wird die Bedeutung des regelmäßigen Austauschs, um Kontakte zu knüpfen und Netzwerke zu gründen und zu vertiefen.
Information:
Andreas Düppe
Telefon: 0291 / 941343
Mail: andreas.dueppe(at)hochsauerlandkreis.de

Beim Impulsworkshop im Kreishaus Meschede diskutierten: Hans Wietert-Wehkamp (links) und Elena Lazaridou (rechts) vom Institut für soziale Innovation mit Wirtschaftsberaterin Jadranka Lux (Sundern) und Dr. Ahmet Arslan, Dialogbeauftragter der türkischen Gemeinde Meschede.
Das Integrationsbüro des Hochsauerlandkreises möchte allen Zuwanderern zu besten Chancen verhelfen. Zu den wichtigsten Aufgaben zählen die Umsetzung und Weiterentwicklung des Integrationskonzepts, die Steuerung von Projekten, aber auch die Bildung und Pflege eines flächendeckenden Netzwerks. Das Integrationsbüro berät öffentliche wie private Einrichtungen, kirchliche Organisationen und Vereine. Das Büro wird durch den Europäischen Integrations-Fonds gefördert.

Teresa Lahme
Integrationsbeauftragte
Telefon: 0291 / 941391
teresa.lahme(at)
hochsauerlandkreis.de
Als Integrationsbeauftragte stehe ich allen Menschen mit Zuwanderungsgeschichte im Kreishaus Meschede mit Rat und Tat zur Seite. Ich freue mich über Anregungen und Ihr Interesse an aktiver Mitarbeit!