
Im Forschungs-Projekt „Hand in Hand“
(v.l.n.r.): Georg Funke (Gemeinde Bestwig); Dr. Klaus Ritgen (Deutscher Landkreistag) Ulrike Hohmann (Hochsauerlandkreis) MinDir Dr. Gerold Lehnguth (Bundesministerium des Innern); Gisela Bartsch (Stadt Meschede), Sabine Süß (Schader-Stiftung), Landrat Dr. Karl Schneider, Detlef Bröker (Bundesamt für Migration und Flüchtlinge); Ulrike Nowicki (Stadt Meschede)
Abschlusskonferenz des Forschungs-Praxis-Projekts „Integrationspotenziale in kleinen Städten und Landkreisen“ in Berlin
Der Hochsauerlandkreis ist mit seinen Integrationsangeboten auf einem guten Weg. Die Abschlusskonferenz des Forschungs-Praxis-Projekts "Integrationspotenziale in kleinen Städten und Landkreisens" in Berlin machte deutlich, dass viele der dort gegebenen Handlungsempfehlungen im Hochsauerlandkreis bereits umgesetzt wurden. Untersucht wurden fast drei Jahre lang bundesweit die Integrationspotenziale von zwölf Städten aus acht Landkreisen. Für Nordrhein-Westfalen wurde der Hochsauerlandkreis mit der Stadt Meschede und der Gemeinde Bestwig in einem Wettbewerb für das Projekt ausgewählt. Die Schader-Stiftung hatte das Forschungsvorhaben in Kooperation mit dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF), dem Deutschen Städte- und Gemeindebund und dem Deutschen Landkreistag ins Leben gerufen.
Klaus-Dieter Fritsche, Staatssekretär im Bundesministerium des Innern, stellte den Wert der Integration für die Attraktivität des ländlichen Raums besonders heraus: „Gelungene Vielfalt und erfolgreiche Integration sind eine erhebliche Chance für die Regionalentwicklung und für den ländlichen Raum ein nicht zu unterschätzender Standortfaktor.“
Staatsministerin Prof. Dr. Maria Böhmer, Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, bewertete die Ergebnisse als wegweisend für die Arbeit vor Ort: „Eine zentrale Rolle spielen die interkulturelle Öffnung der Verwaltung und die Vernetzung der Akteure wie Behörden, Arbeitsagenturen, Sprachkursträger, Kindergärten und Schulen."
Der ländliche Raum ist heterogen und vielfältig, entsprechend differenziert ist die Ausgestaltung kommunaler integrationspolitischer Ansätze. Spezifische Probleme für die Integrationsarbeit im ländlichen Raum sind die geringe Siedlungsdichte, Mobilitätsdefizite und die damit verbundene schlechte Erreichbarkeit von Dienstleistungs- und Infrastrukturangeboten. Hinzu kommen die begrenzten Möglichkeiten kommunalpolitischen Handelns aufgrund enger finanzieller Spielräume, fehlende Personalressourcen in der Verwaltung und die begrenzte Zahl an professionellen Akteuren und Kooperationspartnern. Charakteristisch für den ländlichen Raum ist die große Bedeutung von Nachbarschaft und der Einbindung in gesellschaftliche Strukturen. Es besteht ein hohes Maß an Öffentlichkeit, Rückzugsmöglichkeiten in die Anonymität gibt es kaum. Der Sozialraum einer Kleinstadt ermöglicht leichter persönliche Kontakte zwischen Einheimischen und Zugewanderten, gleichzeitig können durch das sichtbare Aufeinandertreffen unterschiedlicher Ansprüche Konflikte entstehen.
HSK-Landrat Dr. Karl Schneider hatte schon beim Impuls-Workshop in Meschede die Chancen für Integration im ländlichen Raum als überdurchschnittlich gut bezeichnet. „Intakte Nachbarschaften, aktive Vereine und Kirchengemeinden sowie eine gute regionale Entwicklung bilden besonders förderliche Strukturen, in denen Integration gelingen kann“, sagte der Landrat. Der Hochsauerlandkreis betreibt schon seit Jahren eine intensive Integrationsarbeit mit vielfältigen Projekten. Im Frühjahr 2008 verabschiedete der Kreistag das Integrationskonzept. Darüber hinaus ist das Thema Integration ein wichtiger Bestandteil der strategischen Zielsetzung des Hochsauerlandkreises und des Wirtschaftspolitischen Programms, das die Lebensbedingungen für alle Menschen im Hochsauerlandkreis verbessern soll. Im Integrationsbüro finden Migranten im Kreishaus Meschede kompetente Hilfe.
Information:
Integrationsbüro des Hochsauerlandkreises
Telefon: 0291 / 941391
Mail: ellen.stedtler(at)hochsauerlandkreis.de
oder unter www.integrationspotenziale.de
Das Integrationsbüro des Hochsauerlandkreises möchte allen Zuwanderern zu besten Chancen verhelfen. Zu den wichtigsten Aufgaben zählen die Umsetzung und Weiterentwicklung des Integrationskonzepts, die Steuerung von Projekten, aber auch die Bildung und Pflege eines flächendeckenden Netzwerks. Das Integrationsbüro berät öffentliche wie private Einrichtungen, kirchliche Organisationen und Vereine. Das Büro wird durch den Europäischen Integrations-Fonds gefördert.

Teresa Lahme
Integrationsbeauftragte
Telefon: 0291 / 941391
teresa.lahme(at)
hochsauerlandkreis.de
Als Integrationsbeauftragte stehe ich allen Menschen mit Zuwanderungsgeschichte im Kreishaus Meschede mit Rat und Tat zur Seite. Ich freue mich über Anregungen und Ihr Interesse an aktiver Mitarbeit!